Google Gemini 3: Was kann die neueste KI von Google?
Google hat mit Gemini 3 sein bisher leistungsfaehigstes KI-Modell vorgestellt. Wir schauen uns an, was es kann, wie es sich gegen GPT-5 und Claude schlaegt und was es fuer den DACH-Raum bedeutet.

Google Gemini 3: Die naechste Generation der kuenstlichen Intelligenz
Google hat auf der diesjaehrigen Google I/O Konferenz sein bisher ambitioniertestes KI-Modell vorgestellt: Gemini 3. Das neue Modell verspricht deutliche Verbesserungen in den Bereichen Reasoning, multimodales Verstaendnis und Code-Generierung. Doch was steckt wirklich dahinter? Und wie schlaegt sich Gemini 3 im Vergleich zur Konkurrenz von OpenAI und Anthropic?
Die wichtigsten Neuerungen im Ueberblick
Gemini 3 kommt in drei Varianten: Gemini 3 Ultra, Gemini 3 Pro und Gemini 3 Flash. Jede Variante ist auf unterschiedliche Anwendungsfaelle optimiert:
- Gemini 3 Ultra: Das Flaggschiff-Modell fuer komplexe Aufgaben wie wissenschaftliche Analyse, fortgeschrittenes Coding und multimodale Verarbeitung
- Gemini 3 Pro: Der Allrounder fuer den taeglichen Einsatz in Unternehmen und bei Entwicklern
- Gemini 3 Flash: Optimiert fuer Geschwindigkeit und Kosteneffizienz, ideal fuer Echtzeit-Anwendungen
Multimodale Faehigkeiten auf neuem Niveau
Was Gemini 3 besonders auszeichnet, ist die nahtlose Verarbeitung verschiedener Medientypen. Das Modell kann jetzt gleichzeitig Text, Bilder, Audio, Video und Code verarbeiten und dabei Zusammenhaenge zwischen den verschiedenen Modalitaeten herstellen.
In unseren Tests konnte Gemini 3 Ultra beispielsweise:
- Ein komplettes Video analysieren und dabei sowohl den visuellen Inhalt als auch die Tonspur beruecksichtigen
- Aus einem Foto einer handschriftlichen Skizze funktionierenden Code generieren
- Komplexe Diagramme erstellen, die auf einer Kombination aus Text- und Bildeingaben basieren
Vergleich mit GPT-5 und Claude
Wie schlaegt sich Gemini 3 im direkten Vergleich mit den Konkurrenten? Hier ein Ueberblick der wichtigsten Benchmarks:
Reasoning und Logik: Gemini 3 Ultra erreicht auf dem MMLU-Pro Benchmark einen Score von 91,2% und liegt damit knapp vor GPT-5 (90,8%) und Claude (89,5%). Beim mathematischen Reasoning auf dem MATH-500 Benchmark fuehrt allerdings GPT-5 mit 96,1%.
Code-Generierung: Im HumanEval Benchmark zeigen alle drei Modelle beeindruckende Leistungen. Gemini 3 Ultra erreicht 94,3%, GPT-5 liegt bei 95,1% und Claude bei 93,8%. Die Unterschiede sind minimal.
Multimodales Verstaendnis: Hier hat Gemini 3 einen klaren Vorsprung. Beim MMMU Benchmark fuer multimodales Verstaendnis erreicht Gemini 3 Ultra 73,4% gegenueber GPT-5 mit 69,2% und Claude mit 67,8%.
Verfuegbarkeit im DACH-Raum
Fuer Nutzer in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz ist Gemini 3 ab sofort in verschiedenen Produkten verfuegbar:
- Google Workspace: Gemini 3 Pro ist in den Business- und Enterprise-Plaenen integriert (ab 25,30 EUR pro Nutzer/Monat)
- Google Cloud Vertex AI: Alle drei Varianten ueber die API nutzbar
- Google AI Studio: Kostenloser Zugang zu Gemini 3 Pro und Flash fuer Entwickler
- Gemini App: Die mobile App und Web-Version nutzen standardmaessig Gemini 3 Pro
Die Preise fuer die API-Nutzung liegen bei:
- Gemini 3 Flash: 0,05 EUR pro Million Input-Tokens, 0,15 EUR pro Million Output-Tokens
- Gemini 3 Pro: 1,25 EUR pro Million Input-Tokens, 5,00 EUR pro Million Output-Tokens
- Gemini 3 Ultra: 5,00 EUR pro Million Input-Tokens, 15,00 EUR pro Million Output-Tokens
Was bedeutet das fuer Unternehmen?
Fuer Unternehmen im DACH-Raum bietet Gemini 3 insbesondere durch die enge Integration in das Google-Oekosystem interessante Moeglichkeiten. Wer bereits Google Workspace nutzt, bekommt KI-Funktionen quasi frei Haus mitgeliefert.
Besonders spannend ist die verbesserte Datensicherheit: Google verspricht, dass Unternehmensdaten in der EU verarbeitet werden und nicht fuer das Training neuer Modelle verwendet werden. Das ist ein wichtiger Punkt fuer die DSGVO-Konformitaet.
Unser Fazit
Gemini 3 ist ein beeindruckender Schritt nach vorn fuer Google. Besonders die multimodalen Faehigkeiten setzen neue Massstaebe. Ob es aber reicht, um GPT-5 und Claude vom Thron zu stossen, haengt letztlich vom konkreten Anwendungsfall ab. Fuer Nutzer im Google-Oekosystem ist Gemini 3 auf jeden Fall einen Blick wert. Wer die beste Leistung beim Coding sucht, sollte auch GPT-5 und Claude in Betracht ziehen.
Wir werden in den kommenden Wochen ausfuehrliche Praxistests veroeffentlichen. Bleib dran!

Über den Autor
Sarah Schmidt
Tech-Journalistin mit Schwerpunkt auf KI und digitale Transformation. Zuvor bei t3n und heise online.
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