OpenAI stellt GPT-5 vor: Was sich ändert und was es bedeutet
OpenAI hat GPT-5 offiziell vorgestellt. Wir fassen zusammen, was das neue Modell kann, wie es sich von GPT-4o unterscheidet und was es für die KI-Landschaft bedeutet.

GPT-5 ist da – und es ist ein großer Sprung
OpenAI hat mit GPT-5 die nächste Generation seines Sprachmodells vorgestellt. Nach monatelangen Spekulationen und Leaks ist das Modell nun offiziell verfügbar – zunächst für ChatGPT-Plus-Abonnenten und über die API.
Der erste Eindruck: GPT-5 fühlt sich weniger wie ein Chatbot und mehr wie ein intelligenter Assistent an, der komplexe Zusammenhänge versteht und mehrstufige Aufgaben bewältigen kann.
Was ist neu?
Deutlich besseres Reasoning: GPT-5 kombiniert die Stärken der bisherigen o-Serie (tiefes Nachdenken) mit der Geschwindigkeit von GPT-4o. Das Modell kann entscheiden, wann es länger nachdenken muss und wann eine schnelle Antwort reicht.
Natives Tooling: GPT-5 kann nativ mit externen Tools interagieren – Websuche, Code-Ausführung, Dateianalyse und API-Aufrufe sind direkt ins Modell integriert, nicht als nachträgliche Plugins.
Längeres Kontextfenster: Mit 256.000 Tokens Kontext kann GPT-5 ganze Bücher, umfangreiche Codebases oder lange Gesprächsverläufe verarbeiten, ohne den Faden zu verlieren.
Multimodalität 2.0: Neben Text und Bildern versteht GPT-5 auch Video und Audio nativ. Die Qualität der Bild- und Sprachgenerierung hat sich signifikant verbessert.
Was bedeutet das für die KI-Landschaft?
Der Wettbewerb zwischen OpenAI, Anthropic, Google und Meta verschärft sich weiter. Claudes Opus-Modelle und Googles Gemini 2 sind starke Konkurrenten, und Meta investiert massiv in Open-Source-Modelle mit Llama 4.
Für Endnutzer ist der Wettbewerb eine gute Nachricht: Die Qualität steigt, die Preise sinken, und die Auswahl an leistungsfähigen KI-Tools wächst stetig. Entwickler profitieren besonders, da GPT-5 über die API zu einem deutlich günstigeren Token-Preis als GPT-4o verfügbar ist.
Verfügbarkeit und Preise
GPT-5 ist ab sofort verfügbar:
- ChatGPT Plus (20 €/Monat): Unbegrenzter Zugang
- ChatGPT Pro (200 €/Monat): Höhere Limits und Priority-Zugang
- API: 3 € pro Million Input-Tokens, 15 € pro Million Output-Tokens
Unsere Einschätzung
GPT-5 ist ein solider Fortschritt, aber keine Revolution. Die Integration von Reasoning und Speed in ein einziges Modell ist beeindruckend, und die native Tool-Nutzung vereinfacht viele Workflows. Ob es reicht, um den Vorsprung gegenüber Claude und Gemini zu halten, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Über den Autor
Sarah Schmidt
Tech-Journalistin mit Schwerpunkt auf KI und digitale Transformation. Zuvor bei t3n und heise online.
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